Wer erfand die Spielkarten? Die Geschichte des 52-Kartendecks
Ein Überblick über die Geschichte des 52-Kartendecks
Karten zum Zweck des Spielens wurden zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert in China erfunden. Aus dem Reich der Mitte zog die Spielkarte nach Persien und in das muslimische Ägypten, um sich im 14. Jahrhundert über die iberische Halbinsel auch in Europa zu verbreiten. Die ersten europäischen Karten – das lateinische Blatt – basierten auf dem arabischen bzw. „maurischen“ Blatt. Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts waren in vielen Regionen Europas bereits einheimische Designs und Decks entwickelt worden. Um 1480 herum holten sich die Franzosen Inspiration beim deutschen Blattdesign und entwarfen unter Anleihe einiger charakteristischer Eigenschaften des deutschen Blatts ein Kartendeck mit 52 Karten, welches sie dann zum Zweck der billigen Produktion weiter optimierten. Britische und amerikanische Hersteller nahmen den Ansatz auf und modernisierten das französische Spielkartendesign, um die Karten sowohl robuster und langlebiger zu gestalten als auch den Bequemlichkeitsfaktor für die Spieler zu erhöhen. Dies führte zur Einführung des angloamerikanischen 52-Kartendecks, im deutschsprachigen Raum geläufiger als Standard-Kartendeck, das heute weltweit das am meisten verwendete Spielkartendeck ist.
Das 52-Kartendeck gewann an Popularität durch seine Verwendung in Spielen wie Bridge, Poker und Online-Solitär und ist heute das weltweit am meisten verwendete Kartendeck. Das Blatt besteht aus zwei schwarzen Kartenfarben, Kreuz (♣) und Pik (♠), und zwei roten Kartenfarben, Karo (♦) und Herz (♥). Jede Kartenfarbe umfasst drei Hofkarten – König, Dame und Bube – sowie zehn Zahlenkarten von Ass (eins) bis Zehn. Die Karten haben leicht abgerundete Ecken und einen Index, der das Farbsymbol und den Kartenwert zeigt (2–10) oder – bei den Hofkarten und beim Ass – einen Buchstaben: König (K), Dame (Q), Bube (J) sowie Ass (A). Diese Buchstaben entsprechen den Anfangsbuchstaben der englischen Bezeichnungen King, Queen, Jack und Ace. Alle Karten sind im Spiegelbild-Design gestaltet (d. h. die obere und die untere Hälfte spiegeln einander), und bei den Hofkarten sind nur Oberkörper und Kopf der Hofkartenfiguren dargestellt. Die Pip-Karten zeigen ihren Zahlenwert durch die entsprechende Anzahl an Farbsymbolen (Abbildung 1). Haben Sie sich je gefragt, wann und wie all diese Eigenschaften entstanden sind? Wer hat die Spielkarten erfunden? Woher kommen die Symbole für die Kartenfarben? Warum gehört der Bube neben König und Dame zu den Hofkarten? Dieser Artikel beleuchtet die Geschichte des Standard-52-Kartendecks und beantwortet dabei diese und weitere Fragen.
Die Herkunft der chinesischen Spielkarten
Menschen haben immer schon Unterhaltung gesucht, selbst in der Antike, wir unterscheiden uns in dieser Hinsicht also nicht allzu sehr von unseren Vorfahren. Es ist schon faszinierend, sich vorzustellen, wie wir an unseren Spieleabenden die gleichen Gesten wiederholen, mit denen schon unsere Ur-, Ur-, Urgroßeltern und noch weiter zurückliegenden Ahnen vor Tausenden von Jahren in Indien ihrem Spielvergnügen nachgingen, als sie den ersten sechsseitigen Würfel rollten (Abbildung 2) – der älteste Vorläufer der Spielkarten. Würfel rollten vielleicht schon im 2. Jahrhundert v. Chr. ihren Weg nach China, wo einfallsreiche Spieler mehr als tausend Jahre später zwei Würfel zu einem Dominostein zusammenfügten. Als dieses neue Format erst einmal kreiert worden war, war es nur eine Frage der Zeit, bis daraus eine Spielkarte entstand, indem man das Format aus Papier kopierte.1
Im Westen assoziiert man Spielkarten automatisch mit den Karten, die aus Papier hergestellt werden. In chinesischen Spielen war das Material, aus dem die Spielkarte oder der „Stein“ bestand, allerdings nicht so wichtig. Viele Spiele, dazu gehörte auch Domino, konnten mit „Steinen“ aus allen möglichen Materialien gespielt werden – man stellte sie aus Knochen, Elfenbein oder Papier her. Im heutigen Standardchinesisch werden solche Spielsteine bzw. Karten allgemein als pái (牌) bezeichnet; zhi pái (纸牌) bedeutet wörtlich „Papierkarten“, also Spielkarten.2 Von den Materialien, die in der Herstellung chinesischer „Spielsteine“ verwendet wurden und werden, ist Papier das vergänglichste. Dies mag erklären, warum die älteste chinesische Papier-Spielkarte (Abbildung 3), die 1905 bei Turfan im Nordwesten von China von dem deutschen Archäologen Albert von Le Coq entdeckt wurde, nur bis ca. 1400 n. Chr. zurückdatiert werden kann.3 Viele Wissenschaftler sind jedoch der Meinung, dass Spielkarten schon 500 Jahre früher erfunden wurden, im 9. oder 10. Jahrhundert n. Chr.4
Aber stimmt das wirklich? Hauptsächlich finden wir Beweise zur Unterlegung dieser Theorie in der Aussage des Historikers Ouyang Xiu aus dem 11. Jahrhundert, in der er ein Spiel aus der Tang-Dynastie aus dem 9. Jahrhundert mit dem Namen 葉子 (zu Deutsch etwa „Spiel der Blätter“) beschreibt.5 Der Historiker erklärte, dass während der Tang-Dynastie die Schriftrolle die gängigste Form eines chinesischen Buches war. Dieses Format wurde mit der Zeit als unbequem empfunden, wenn der Benutzer während des Spiels ständig Notizen prüfen wollte. Um die langen Spielpausen zu vermeiden, die entstanden, wenn ein Spieler die Schriftrolle ausrollte, um wichtige Informationen zu lesen, und sie dann wieder zusammenrollte, erfanden die Chinesen eine Art Handbuch, modernen Notizbüchern nicht unähnlich. Die Seiten des Buches nannte man yèzi (zu Deutsch „Blätter“),6 und viele Wissenschaftler interpretierten diese als Spielkarten. Doch Andrew Lo widersprach dem und behauptete, dass yèzi sich lediglich auf die Seiten des Handbuches bezog, das bei dem „Spiel der Blätter“ benutzt wurde. Er wies ebenso darauf hin, dass die früheste Erwähnung des bestätigten und noch heute gebräuchlichen Begriffs für „Papier-Spielkarten“, zhi pái (紙牌) in einem Rechtsstreit aus dem Jahr 1294 und abgeschlossen im Jahr 1320, im 大元聖政國朝典章 (zu Deutsch „Gesetzeskodex der Heiligen Verwaltung der Großen Yuan-Dynastie“, einer Sammlung von Erlassen, Statuten und Präzedenzfällen) dokumentiert ist.7 Was uns wiederum viel näher an die Turfan-Karte aus dem 14. Jahrhundert bringt, als an die vermeintliche Entstehung der Spielkarten im 9. Jahrhundert.
Die Frage, wann die Chinesen ihre Spielkarten erfanden, ist also mit der Interpretation des Begriffs yèzi aus der Tang-Dynastie verbunden. Wenn der Begriff sich auf Spielkarten bezieht, dann wurden sie im 9. Jahrhundert erfunden. Bezieht er sich allerdings auf die Seiten eines Buches, dann können wir die früheste bekannte Form von chinesischen Spielkarten nur ins 13. bzw. 14. Jahrhundert zurückverfolgen.
Die ägyptischen Spielkarten der Mamluken
Von den frühesten Spielkarten der muslimischen Welt ist nur sehr wenig bis heute erhalten geblieben. Die Keir-Sammlung, die sich heute im Dallas Museum of Art befindet, enthält zwei Fragmente von Zahlenkarten, deren Design Rückschlüsse auf ihre Herkunft, das Ägypten des 13. Jahrhunderts, zulässt. Einem Spieler, der nur mit dem angloamerikanischen Kartendeck vertraut ist, mag die Kartenfarbe, zu der diese Karten gehören, exotisch erscheinen: Es ist die Farbe der Kelche, die durch edle Kelche symbolisiert wird (Abbildung 4).8 Das Design entstand während einer stürmischen Epoche der Machtverschiebungen, als inmitten der chaotischen Periode des 7. Kreuzzugs die Ayyubiden-Dynastie, die zu der Zeit in Ägypten an der Macht war, ein Ende fand. Im Jahr 1250 fiel das ägyptische Sultanat an die ehemaligen Sklavenkrieger der Ayyubiden, die Mamelucken, die Ägypten bis 1517 regieren sollten.
Das Ende seiner Herrschaft zeichnete sich bereits am Horizont ab, als das Mamluken-Sultanat das bis heute am besten erhaltene Deck arabischer Spielkarten produzierte. Diese sogenannten Mamluk-Karten stammen aus dem 15. Jahrhundert, auch wenn das Deck fünf Karten enthält, die zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt hergestellt worden sein könnten.9 Die Karten (Abbildung 5), die sich im Topkapı-Palastmuseum in Istanbul befinden, haben das Interesse der Historiker geweckt. Einige von ihnen betrachten diese Karten als möglichen Link zwischen den chinesischen und europäischen Spielkarten, denn sie weisen Ähnlichkeit mit beiden Varianten auf. Das Topkapı-Kartendeck bestand ursprünglich aus 52 Karten (nur 48 davon sind noch erhalten), unterteilt in vier Farben – Münzen, Poloschläger, Kelche und Schwerter. Jede Farbe hat zehn Zahlenkarten und drei Hofkarten: den König (malik), den Vizekönig (nā’ib mālik) und den Zweiten Vizekönig (thānī nā’ib).10
Eines der chinesischen Kartendecks, die money-suited cards (ein Deck mit „Geldfarben“), das zuerst im 15. Jahrhundert beschrieben wurde, hatte ebenfalls vier Farben (der Unterschied war, dass es keine Hofkarten enthielt): Münzen (auch Cash genannt, d. h. chinesische Münzen mit einem Loch in der Mitte; im deutschen Sprachgebrauch kennt man diese als „Käschmünzen“), Cash-Stränge oder -Schnüre, Myriaden von Strängen oder Schnüren und zig Myriaden (Abbildung 6).11 Einige Autoren vermuten, dass die Mamluken die chinesischen Farben reinterpretiert haben könnten, um ihr eigenes Kartendeck zu kreieren.12
Dazu gibt es allerdings zwei Gegenargumente:
1)Die Mamluk-Karten aus dem 13. Jahrhundert, die sich in der Keir-Sammlung befinden, sind 200 Jahre älter als die ältesten Exemplare des vermuteten chinesischen Vorläufers.
2)Sowohl das Topkapı-Deck als auch arabische Schriften aus der Zeit nennen in Verbindung mit Spielkarten den, dem Persischen entlehnten, Begriff kanjifah.
Daher scheint es sehr wahrscheinlich, dass die Spielkarten von China nach Persien reisten, bevor sie in der arabischen Welt auftauchten.13
Im arabischen Raum sind Spielkarten mindestens seit dem 13. Jahrhundert bekannt, so weit können die ältesten erhaltenen ägyptischen Karten zurückdatiert werden. Die Spielkarten kamen aus Persien nach Ägypten und die Perser leiteten ihre Karten vom chinesischen Vorbild ab.
Die ersten europäischen Spielkarten
Die früheste Referenz zu Spielkarten entnehmen wir einem katalanischen Reimlexikon, das der Dichter Jaume March im Jahr 1371 erstellte. Es ist nur ein Wort und zwar das Wort naip, welches im Katalanischen heute noch als Begriff für Spielkarten14 verwendet wird und welches höchstwahrscheinlich von dem arabischen Wort nā’ib (نَائِب) abgeleitet wurde, was „Stellvertreter“ bedeutet. Was uns zu dem Mamluk-Topkapı-Deck zurückführt, wo der Begriff in den Namen von zwei der Hofkarten auftaucht: Vizekönig (nā’ib mālik) und Zweiter Vizekönig (thānī nā’ib). Man kann sich leicht ausmalen, wie die Katalanen im 14. Jahrhundert den arabischen Begriff zunächst nur als Bezeichnung für die Hofkarten verwendeten und er dann allmählich als Bezeichnung für das Spiel oder die Karten im Allgemeinen in den Sprachgebrauch einfloss. Die Verwendung des Begriffs nā’ib im mittelalterlichen Katalonien hat allerdings zwei bedeutsame Implikationen:
1)Die Europäer müssen die Spielkarten von den Arabern übernommen haben.
2)Topkapı-Stil-Kartendecks müssen von den Arabern bereits im 14. Jahrhundert produziert worden sein, auch wenn wir keine materiellen Beweise für Hofkarten aus dem 14. Jahrhundert haben.
Ein Eintrag in der Chronik der italienischen Stadt Viterbo verrät uns, dass die Italiener des 14. Jahrhunderts sich der arabischen Herkunft der Spielkarten bewusst waren. Ein anonymer Chronist notierte: „Im Jahre des Herrn 1379 brachte man das Kartenspiel nach Viterbo, das man in der sarazenischen [d. h. arabischen] Sprache naib nennt“.15
Brachten also die Europäer die Spielkarten direkt aus dem Ägypten der Mamluken? Wahrscheinlicher scheint es, dass die Spielkarten über die iberische Halbinsel nach Europa kamen.16 Diese stand zwischen dem 8. und dem 15. Jahrhundert unter der Herrschaft der Araber oder der Mauren, wie man sie im Europa dieser Zeit nannte. Die iberische Region war mit ihrer langen und starken Verbindung zur arabischen Welt ein natürliches Portal, durch welches jede praktische und begehrenswerte Erfindung ihren Weg nach Europa fand. So wie auch der älteste schriftliche Beweis für Spielkarten, die ältesten Karten, die je auf europäischem Boden entdeckt wurden, aus Katalonien stammen. Simon Wintle, ein enthusiastischer Forscher in Sachen Geschichte der Spielkarten, entdeckte sie im Besitz des Instituto Municipal de Historia in Barcelona, wo sie seit Jahrzehnten gelegen hatten, ohne dass die breitere Öffentlichkeit etwas davon ahnte. Es handelt sich um einen ungeschnittenen Bogen von Karten aus dem frühen 15. Jahrhundert, im arabischen Design in Schwarz-Weiß. Die Farben ähneln denen der Mamluk-Karten: Münzen, Stäbe, Kelche und Schwerter. Auf dem Original, von dem der Kartenhersteller die Symbole der Farben kopierte, waren wahrscheinlich Poloschläger anstelle von Stäben zu sehen. In der christlichen Welt war man mit dem Polospiel allerdings nicht vertraut, also reproduzierte der Handwerker die Karten, ohne ihre Bedeutung zu kennen (Abbildung 7).17
Nachdem sowohl die Katalanen als auch die Italiener einmal von dem neuen Spiel gefangen waren, verbreiteten die Karten sich wie ein Lauffeuer in Westeuropa. Die erste Erwähnung von Spielkarten in historischen Quellen finden wir in den 1370er Jahren in Florenz und Siena (Italien) sowie in Paris (Frankreich), Basel (Schweiz) und der Provinz Brabant (Belgien). Über die nächsten zwei Jahrzehnte vervielfachten sich die Referenzen zu den Spielkarten.18 Fast umgehend begannen die Europäer mit der Herstellung eigener Kartendecks. Sie experimentierten mit der grafischen Gestaltung und dem Spielkartensystem; mit der Zeit entwickelten sie regionale Spielkartensysteme, die heute immer noch verwendet werden. Das Erste war das lateinische Blatt oder das italienisch-spanische Blatt (dieses wurde in Italien, Spanien und Portugal verwendet).19 Ein frühes Exemplar dessen, ein weiteres katalanisches, „maurisches“ Kartendeck, produziert zwischen 1400 und 1420, ist im Besitz des Museo Fournier de Naipes de Álava (Museum Fournier für Spielkarten von Álava, Spanien; Abbildung 8). Darauf sind weiterhin die arabischen Farbensymbole zu sehen – Münzen, Kelche, Stäbe und Schwerter. Es zeigt aber ebenfalls menschliche Figuren in verschiedenen Positionen, aufrecht stehend, sitzend oder zu Pferde. Dies steht im Gegensatz zum Topkapı-Kartendeck, bei dem König, Vizekönig und Zweiter Vizekönig nicht als menschliche Figuren dargestellt sind, sie werden lediglich durch Inschriften kenntlich gemacht. Die visuelle Darstellung von Menschen war ein Meilenstein in der Geschichte der Spielkarten, es markierte den Übergang vom originalen, arabischen Design zum angloamerikanischen Kartendeck, welches heute das am meisten verwendete ist.
Die Spielkarten kamen vor 1370 aus der arabischen Welt über Spanien nach Europa. Das lateinische Blatt war das erste europäische Spielkartensystem. Die arabischen Farbensymbole sind beibehalten (es ersetzt nur die Poloschläger durch Stäbe), aber die Hofkarten werden als menschliche Figuren dargestellt.
Die Geschichte der modernen Spielkarten: das französische Spielkartensystem
Unsere Geschichte nähert sich nun schnell ihrem Höhepunkt – die Entstehung des angloamerikanischen Kartendecks und seines Siegeszuges durch die ganze Welt. Es basierte auf den Farben des französischen Kartendecks aus dem 15. Jahrhundert. Im Gegensatz zu der nur spärlich dokumentierten Geschichte der Spielkarten aus früheren Epochen, hat das Europa des 15. Jahrhunderts uns eine Fülle von schriftlichen und materiellen Beweisen hinterlassen. Eine wissenswerte Tatsache ist, dass die meisten der Spielkarten, die uns aus dieser Epoche erhalten geblieben sind, nur überlebt haben, weil sie fehlerhaft oder abgegriffen waren und zur Verstärkung von Bucheinbänden wiederverwertet wurden.20 Solche Entdeckungen sind ein weiterer guter Grund, alte Bücher zu lesen!
Im Europa des 15. Jahrhunderts tauchten zahlreiche regionale Kartendecks auf, darunter das spanische, das deutsche und das französische Kartendeck. Wir schauen sie uns alle genau an.
Die spanischen Kartenfarben wurden von den Franzosen entworfen. Fast während des gesamten 15. Jahrhunderts produzierten französische Hersteller das lateinische Blatt für den spanischen Markt. Während dieser Zeit modifizierten sie allmählich das lateinische Kartendeck – bis zum Jahr 1460 hatten sie das Kartendesign simplifiziert und die traditionell sitzenden Könige mit aufrecht stehenden Königen ersetzt.21 Und schließlich entwarfen sie das als spanisches Spielkartensystem bekannte System:
•Die Farbensymbole vom arabischen Deck wurden beibehalten (Münzen, Stäbe, Kelche und Schwerter);
•drei Karten stellen Mitglieder des mittelalterlichen Königshofes dar: ein aufrecht stehender König, ein Reiter zu Pferde oder ein Ritter und ein aufrecht stehender „Diener“ oder „junger Mann“ – Knappe;
•neun „Pip-Karten“, deren numerischer Wert von der Zahl der Symbole auf den Karten angegeben wird (1-9);
•insgesamt 48 Karten in einem Kartendeck (Abbildung 9).22
Ungefähr im gleichen Zeitraum (ca. 1460), nach mehreren Jahrzehnten des Experimentierens mit verschiedenen Decks und Farbensymbolen (die populärsten unter ihnen jene mit Bezug zur Jagd: Abbildung 10), schufen die Deutschen schließlich ihr Standard-Farbsystem. Sie entschieden sich für Farbensymbole, die sich von den arabischen Symbolen abhoben: Laub, Herzen, Eichel und Schellen.23 Dennoch befanden sich auch in diesem Kartendeck, wie im lateinischen Blatt (und im arabischen zuvor), drei männliche Hofkarten: der König und zwei Knappen (Buben) – der Ober und der Unter (Abbildung 11). Alle Figuren hielten ihre Farbensymbole in der Hand und die Knappen wurden anhand der Position ihrer Arme unterschieden, indem einer die Arme in die Höhe streckte (der Ober) und der andere sie senkte (der Unter). Das Kartendeck bestand aus 48 Karten, anders als im spanischen Deck enthielt dieses jedoch die Zahlenkarte Zehn statt der Eins (das Ass).24 Das deutsche und das spanische Deck werden bis heute in ihrer jeweiligen Region relativ unverändert verwendet – sie sind Überbleibsel der frühesten europäischen Spielkarten.25
Bis 1480 waren die Franzosen schließlich so weit, ihr eigenes Farbsystem zu entwickeln, mit der Absicht, Karten so schnell und so günstig wie möglich produzieren zu können. Ihre bisherigen Erfahrungen mit den spanischen Symbolen hatten gezeigt, dass diese zu komplex waren, um sie mit Schablonen zu zeichnen und zu malen – die bevorzugte Methode zur Illustration von Karten zu der Zeit. Daher übernahmen die Franzosen die deutschen Farbensymbole, aber sie entwarfen einen Standard für die Form, Größe und Farbe der Symbole. Aus Laub wurde die Lanzenspitze (franz. pique, eingedeutscht: Pik), Eicheln wurden zu dreiblättrigen Kleeblättern (Kreuz), die Schellen wurden irgendwie zu Diamanten (Karo) und die Herzen blieben Herzen (Abbildung 12). Der aufrecht stehende König, den französische Kartenhersteller für die Spanier entworfen hatten, und der Knappe (Bube) blieben unverändert. Der Reiter zu Pferde war zu schwierig zu zeichnen. Und der deutsche „Ober“ und sein Gegenstück, der „Unter“, waren sich so ähnlich, dass die Spieler sie kaum unterscheiden konnten. Die Suche nach einer Lösung für diese Probleme öffnete schließlich die Tür für die aufrecht stehende Dame. Die Dame an sich war bereits von den Deutschen eingeführt worden, sie hatte jedoch ihren Platz in einem separaten Kartendeck mit vier Hofkarten gefunden – sie war dem König ebenbürtig und dem Ober und Unter überlegen. Sie ersetzte den Reiter in den französischen Kartendecks, was zu einer neuen Kombination führte: König, Dame, Knappe. Ihre Symbole schwebten in der Luft (Abbildung 13), anders als bei den Hofkarten in früheren Designs.
Diese Änderungen erlaubten es den französischen Kartenherstellern, zu dem ursprünglichen Spielkartensystem eines handgemalten arabischen Kartendecks zurückzukehren: ein 52-Kartendeck mit drei Hofkarten und zehn Pip-Karten pro Farbe. Die 52-Kartendecks waren im Europa des Mittelalters und der Renaissance beileibe keine Unbekannten – tatsächlich ist das einzig erhaltene Kartendeck aus dem 15. Jahrhundert, das Cloisters-Deck, eines jener Art. Mit dem Aufkommen des Blockdrucks, auch Holztafeldruck genannt, begannen Hersteller, das 48-Kartendeck zu bevorzugen. Mit großen Holztafeln, die wie Stempel fungierten, wurden dabei die grafischen Darstellungen auf die Karten gedruckt. Der Handwerker trug Tinte auf diese „Stempel“ auf und drückte sie auf Papier. Dies machte es einfach, 24 Karten auf einem rechteckigen Block (in sechs Reihen mit je vier Karten pro Reihe) herzustellen. Bei 26 Karten stellte sich eine proportionale Verteilung auf der Holztafel als unmöglich heraus. Jeder Ansatz, 52 Spielkarten zu drucken, hätte zwangsläufig zu einer Überproduktion von zwanzig Karten geführt, was wiederum die Produktionskosten erhöht hätte. Weiter erschwert wurde dies durch die unterschiedlichen Formen und Größen der Farbensymbole, was mehrere, unterschiedliche Farbschablonen erforderte. In einem genialen Schachzug beschränkten die Franzosen aber den Druck auf die Hofkarten, wovon es 12 in jedem Kartendeck gab. So ging die Rechnung wieder auf, denn diese passten perfekt auf eine Holztafel. Indem sie die Farbensymbole standardisierten, entfiel die Notwendigkeit, die Pip-Karten zu drucken. Nun konnten sie einfach durch Aufstempeln einer einzigen Schablone hergestellt werden. Die französische Kartenproduktion wurde auf diese Weise wesentlich schneller und wirtschaftlicher und sie revolutionierte den europäischen Spielkartenmarkt.26
Die meisten der Charakteristiken des modernen angloamerikanischen Kartendecks wurden von den französischen Kartenherstellern um 1480 entworfen: ein Kartendeck mit 52 Karten, mit vier Farben; Pik (♠), Kreuz (♣), Karo (♦) und Herz (♥), und der Dame als eine von drei Hofkarten. Die Hauptmotivation hinter diesen Neuerungen war es, die Produktion zu optimieren.
Die beliebtesten Spielkarten: das angloamerikanische Kartendeck
Es war das von den Franzosen entworfene standardisierte moderne 52-Kartendeck, das nur noch einer letzten Feinabstimmung bedurfte, um zum weltweit am häufigsten verwendeten Kartendeck zu werden – sowohl in Online-Spielen als auch auf dem Spieltisch. Im 15. und 16. Jahrhundert war England einer der Märkte für das in Rouen produzierte französische Kartendeck. Und die Briten standen hinter der Transformation des Designs der Spielkarten, die sich bis zum 18. Jahrhundert vollzog. Die ersten Veränderungen schlichen sich unabsichtlich ein. Den Briten fehlte die Erfahrung der Franzosen in der Handwerkskunst der Spielkartenherstellung und so litt die gestalterische Qualität und die Feinheiten der französischen Designkunst wurden fehlinterpretiert und verzerrt.27 Vergleichen Sie den in Rouen um das Jahr 1567 produzierten Herz-König (Abbildung 14) mit seinem britischen Gegenstück aus dem Jahr 1750 (Abbildung 15). Abgesehen von der künstlerisch eher wenig wertvollen Gestaltung, hat die Figur zudem keine Beine und statt der Axt, die der König im französischen Vorbild schwingt, versucht dieser König scheinbar, ein Schwert in seinen Kopf zu rammen. Amüsant ist die Tatsache, dass der Herz-König des 21. Jahrhunderts dies im angloamerikanischen Kartendeck immer noch tut (Abbildung 16), weshalb man ihm den Beinamen „der Selbstmordkönig“ gegeben hat.
Die meisten der Innovationen, die von den Briten eingeführt wurden, beruhten auf dem pragmatischen Wunsch, das Kartendeck für die Spieler möglichst bequem zu gestalten. An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert begannen britische Kartenhersteller langsam, eine Neuerung zu übernehmen, die von den Franzosen eingeführt worden war, es waren die mittig geteilten und einander spiegelnden Hofkarten, die es den Spielern leichter machten, ihre Karten zu erkennen – jede Hofkarte zeigte den oberen Torso, ganz gleich, wie man die Karte hielt. Spieler mussten nun die Karten nicht mehr umdrehen, um sie zu erkennen – zuvor ein sicheres Zeichen für den Gegner, dass man eine Hofkarte auf der Hand hatte.28 Ein weiteres Problem für die Spieler war, dass sie den Wert einer einzelnen Karte nicht erkennen konnten, wenn sie viele Karten in der Hand hielten. Dieses Problem wurde dadurch eliminiert, dass man den Index, der den Wert und die Kartenfarbe angab, in jeder Ecke der Karte platzierte. Zwar waren Indizes, die Symbol, Farbe und Rang der Karte angaben, seit dem 15. Jahrhundert Bestandteil der Karten, so dauerte es doch noch 400 Jahre, bis jemand beschloss, diesen Index in den Ecken der Karte gut sichtbar zu platzieren. Der amerikanische Kartenhersteller Cyrus W. Saladee führte diesen Eck-Index im Jahr 1864 ein und der einflussreichste Kartenhersteller in England, Goodall and Son, folgte 10 Jahre später, im Jahr 1874 seinem Beispiel.29 Goodall and Son sind ebenso verantwortlich für die vertrauten Gesichtszüge der Hofkarten im angloamerikanischen Kartendeck.30
Es dauerte nicht lange, bis die Amerikaner, allen voran Samuel Hart und sein Unternehmen, die New York Consolidated Card Co., die Briten als führende Kartenhersteller überholten. Eine der Ideen von Hart war es, die Ecken der Spielkarten abzurunden, damit die Karten nicht zu schnell abnutzten.31 Im Jahr 1864 fiel ihm auf, dass die Abkürzung „Kn“ für die Hofkarte des Knappen oder Knave in Englisch sehr leicht mit dem „K“ für König oder King verwechselt werden konnte. Und so entstand im angloamerikanischen Kartendeck von Samuel Hart der Jack und somit die Abkürzung „J“. Der Name Jack war statt des Knave schon früher bereits verwendet worden und zwar in dem Spiel All Fours im 17. Jahrhundert, allerdings befand man zu der Zeit, dass der Name vulgär sei. Im 19. Jahrhundert hatte Jack jedoch diese negative Konnotation in den USA verloren. Stattdessen assoziierte man mit dem Namen eine generische, männliche Person, nicht allzu weit entfernt von dem Knave, was ursprünglich „Junge oder junger Mann“ bedeutete.32
Und schlussendlich führte Hart ebenfalls eine sehr berühmte Karte ein: den Joker;33 diese Geschichte führt allerdings über die Grenzen des 52-Kartendecks hinaus.
Im 20. Jahrhundert gehörte der Holztafeldruck längst der Vergangenheit an – Spielkarten erhielten nun eine Kunststoffbeschichtung, um sie zu verstärken. Die Amerikaner und Briten hatten den Spielkarten mit den französischen Farben ein Facelifting verpasst und sie wurden in Massen produziert, um die Welt zu erobern. Die enorme Popularität von Poker, Rommé und Bridge drängte andere europäische und asiatische Kartendecks in den Hintergrund; glücklicherweise wurden die traditionellen Kartendecks dadurch nicht vollständig verdrängt. China, Indien, Spanien, Deutschland und viele andere Länder bewahren weiterhin die Fülle ihrer regionalen Spiele und ebenso ihre einzigartigen Kartendesigns.
Das moderne angloamerikanische Spielkarten-Design entwickelte sich im 19. Jahrhundert und vereint innovative Ideen von britischen und amerikanischen Kartenherstellern. Basierend auf den französischen Kartenfarben führten sie das Spiegelbild-Design ein, bei dem die Karte mittig geteilt ist und die Figuren auf gegenüberliegenden Seiten einander spiegeln. Außerdem führten sie Eckindizes ein, rundeten die Ecken der Karten ab und änderten den Namen der niedrigsten Hofkarte – vom Knave (Kn) zum Jack (J).
Referenzen
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Zitierte Werke
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Dummett, Michael: The Game of Tarot: From Ferrara to Salt Lake City. London: Duckworth, 1980.
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Wilkinson, W. H.: „Chinese Origin of Playing Cards“. In: American Anthropologist, Bd. 8, Nr. 1 (1895), S. 61–78.
Abbildungen
- Moderne angloamerikanische Spielkarten: Kreuz-König und Kreuz 6.
- Terrakotta-Würfel aus Mohenjo-Daro (Pakistan), 2500 bis 1900 v. Chr. Fotografiert von Zunkir im Ashmolean Museum, Oxford, Bild beschnitten.Wikimedia Commons, Attribution-Share Alike 4.0 International Lizenz.
- Die älteste chinesische Papierkarte aus Turfan (China), ca. 1400 n. Chr.; derzeit im Ethnologischen Museum Berlin. Wikimedia Commons, lizenzfrei.
- Zwei Fragmente ägyptischer Spielkarten aus Kairo (Ägypten), frühes 13. Jahrhundert; derzeit im Dallas Museum of Art, Keir-Sammlung. © 2021, Dallas Museum of Art, Objekte K.1.2014.1132 und K.1.2014.1133.
- 6 der Münzen, 10 der Poloschläger, 3 der Kelche und 7 der Schwerter aus dem ägyptischen Mamluk-Kartendeck, 15. Jahrhundert; derzeit im Topkapı-Palastmuseum, Istanbul. Originale Gestaltung von Countakeshi. Wikimedia Commons, Attribution-Share Alike 4.0 International Lizenz.
- Chinesische Karten mit „Geldfarben“, 19. Jahrhundert; derzeit im Britischen Museum. Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0) Lizenz. © The Trustees of the British Museum.
- Die ältesten europäischen Karten aus Katalonien, frühes 15. Jahrhundert. Ein ungeschnittener, schwarz-weißer Bogen mit arabischem Design; derzeit im Institut Municipal d‘Història in Barcelona. Gezeichnet von Karolina Juszczyk nach der Illustration in Simon Wintles „Moorish playing cards“.
- Knave (Bube) der Münzen aus einem katalanischen „maurischen“ Kartendeck, 1400–1420; derzeit im Museo Fournier de Naipes de Álava, Spanien. Wikimedia Commons, lizenzfrei.
- Ein ungeschnittener Bogen mit Karten des spanischen Kartendecks, 1574. Ursprünglich veröffentlicht im Museo Español de Antigüedades, Band 3, 1874. Wikimedia Commons, lizenzfrei.
- Der Ober der Enten aus dem Stuttgarter Jagddeck, 1429; derzeit im Württembergischen Landesmuseum, Stuttgart. Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0) Lizenz. © Landesmuseum Württemberg, Stuttgart.
- Der Unter der Eicheln aus einem Kartendeck mit deutschen Farben, ca. 1540–1560; derzeit im Württembergischen Landesmuseum, Stuttgart. Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0) Lizenz. © Deutsches Spielkartenmuseum, Leinfelden-Echterdingen.
- Entwicklung der Symbole vom deutschen zum französischen Spielkartensystem. Zeichnung von Karolina Juszczyk unter Verwendung von Bildern von Infanf: Laub, Eichel, Schelle und Herz, verfügbar über Wikimedia Commons (lizenzfrei).
- Ein ungeschnittener Bogen französischer Spielkarten, gedruckt in Rouen von Valery Faucil um 1516; derzeit im Britischen Museum. Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0) Lizenz. © The Trustees of the British Museum.
- Herz-König aus einem Kartendeck mit französischen Farbensymbolen, produziert in Rouen um 1567. Benham 1931, S. 28, Abb. 59.
- Herz-König aus einem Kartendeck mit französischen Farbensymbolen, produziert in England um 1750. Benham 1931, S. 28, Abb. 60.
- Herz-König im modernen angloamerikanischen Deck.


